In 10 Minuten zu Song Themen für ein ganzes Album




Manchmal muss es ganz schnell gehen. Zum Beispiel wenn es darum geht, ein Album aus dem Boden zu stampfen. Dann müssen zügig Themen für neue Songs her. Der Gedanke, auf den perfekten Moment zu warten, an dem einem die Ideen aus einer plötzlichen Eingebung zufliegen, mag da sehr schön sein. Allerdings ist diese Herangehensweise für mich nur in den wenigsten Fällen zielführend. Außerdem geht die Motivation schnell verloren, wenn die zündende Idee nicht kommen mag.

Wenn ich also mal einen Auftrag auf dem Tisch liegen habe und innerhalb weniger Tage mehrere Songs aus dem Hut zaubern soll, mache ich mich einfach aktiv auf die Suche nach Themen für Songs, anstatt mir diese mühsam selbst zu erarbeiten.

Eine Methode funktioniert dabei meistens hervorragend und hat mich schon oft aus dem kreativen Nullzustand geholt. Sie läuft in drei simplen Schritten ab.

Erstens: Ich suche mir Künstler oder Bands, die mich mit ihren Songs inspirieren.

Zweitens: Ich nehme eines ihrer Alben und schreibe mir alle Songtitel auf einen Zettel.

Drittens: Ich überlege mir anhand der Songtitel meine eigenen Geschichten und lege so den Grundstein für ein eigenes Album.

Das wirkt im ersten Moment etwas einfallslos und vor allem klingt es stark nach klauen. Allerdings werden die eigenen Songs am Ende nichts mit denen des Albums zu tun haben, von dem wir uns inspirieren lassen. Selbst die Titel der Songs werden am Ende anders lauten, sodass später keiner erkennen kann, woher die Ideen für die Songs stammen. Solange ich mein Ziel schnell erreiche, auf möglichst viele Ideen in kurzer Zeit zu kommen, soll es mir recht sein.

Schauen wir uns doch einfach mal an, wie effizient diese Methode funktioniert.

Ich suche mir als erstes ein Album, das mich vom Stil her inspiriert und stoße beim Öffnen von Spotify gleich auf die Band Oasis. Dann entscheide ich mich spontan für das Album "Don't believe the truth" und kopiere mir die Titelliste:

1. Turn up the sun

2. Mucky fingers

3. Lyla

4. Love like a bomb

5. The importance of being Idle

6. The meaning of soul

7. Guess god thinks i'm Abel

8. Part of the queue

9. Keep the dream alive

10. A bell will ring

11. Let there be love

Jetzt nehme ich jeden Songtitel und übersetze ihn so, dass mich der Titel zu einer eigenen Geschichte inspiriert. Also eigentlich übersetze ich ihn nicht wirklich sondern schreibe das auf, was mir als erstes in den Sinn kommt. Meine Liste sieht dann beispielsweise so aus:

1. Lass die Sonne aufgehen

2. Meine schlimme Tat

3. Wer ist Lyla?

4. Die Liebe schlägt ein wie eine Bombe

5. Ich fühle mich so antriebslos

6. Alles nur Gefühl

7. Stell dir vor...

8. ich stell mich hinten an

9. Träume leben lassen

10. Die Zeit wird kommen

11. Liebe ist Liebe

Ich habe mit dieser Methode also ganz schnell einen Ausgangspunkt für 11 neue Songs. Das ist das Wichtigste, um mit der Textentwicklung anfangen zu können. Denn jeder der 11 Titel wird mich zu neuen Gedanken führen und sich letztendlich zu einer Geschichte entwickeln. Sobald ich einen dieser Titel lese, kommen mir sofort Assoziationen in den Sinn. Ab hier geht es dann mit einer detaillierten Stoffsammlung weiter.

Es muss meiner Meinung nach nicht immer der perfekte kreative Moment sein, der zu unseren Songs führt. Ganz im Gegenteil kann eine kleine Hilfestellung unsere Kreativität von neuem entfachen und vielleicht sogar zu einem solchen Moment führen. Einfach mal ausprobieren.

Musikcoach München

Leo Kukral

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