Personal Branding wirklich verstehen

Dinge verändern sich. So auch das Marketing. Personal Branding ist mehr denn je ein entscheidender Faktor wenn es darum geht sich eine nachhaltige Fanbasis aufzubauen. Es reicht nicht mehr aus, einfach nur präsent zu sein und zu zeigen, was du alles machst. Wenn du erst einmal verstanden hast, was gutes personal Branding auszeichnet, dann erkennst du auch die unglaublichen Chancen, die sich daraus für dich als Musikerin oder Musiker ergeben.

Branding ist die Vorstellung, die eine Person von einem Produkt oder von einer anderen Person hat.

Jeder hat eine eigene Vorstellung davon, wie seine persönliche Brand aussieht. Es handelt sich dabei um ein Gefühl, eine Emotion. Du selbst weißt natürlich am besten, was dich auszeichnet, worin deine Stärken und Schwächen liegen oder nach welchen Werten und Idealen du handelst. Sei dies bewusst oder unbewusst.

Denn immer wenn jemand über dich etwas sagt, was deiner Meinung nach nicht stimmt, fühlst du dich angegriffen. Du hast dann das Bedürfnis, dich zu verteidigen und das ganze richtig zu stellen.

Die Vorstellung, die du selbst von dir hast ist also bereits deine Brand.

Es ist sogar die authentischste Version davon. Weil nur du kennst deine komplette Gechichte. Nur du weißt, ob du die Wahrheit sagst, oder nur etwas vorspielst. Du bist derjenige, der alle Facetten deiner Brand kennt.

Wo liegt also das Problem?

Es ist leider so, dass andere Menschen dich nicht so gut kennen wie du dich selbst. Das bedeutet, deren Vorstellung von dir unterscheidet sich mehr oder weniger davon, wie du dich selbst siehst.

Jeder entwickelt sein eignenes Bild von dir im Kopf, basierend auf den Informationen, die ihm zur Verfügung stehen.

Deine Brand wirkt sich also bei jeder einzelnen Person anders aus. Du hast demnach nicht nur eine Brand, sondern lauter unterschiedliche.

Deine Familie und Freunde nehmen dich beispielsweise anders wahr als deine geschäftlichen Partner. Sie haben viel mehr Informationen darüber, wie du tatsächlich tickst. Sie kennen deine Stärken, aber auch deine Schwächen und sogar die kleinen Macken, die dich besonders ausmachen. Sie haben große Teile deines Werdegangs hautnah miterlebt. All diese Informationen sorgen dafür, dass sie dich anders wahrnehmen.

Die Vorstellung, die sie von dir haben entspricht noch am ehesten der Vorstellung, die du selbst von dir hast.

Je entfernter dein Bezug zu einer Person ist, desto größer ist der Unterschied zwischen dem, wie du dich selbst wahrnimmst und dem, wie diese Person dich wahrnimmt.

Was ist die Aufgabe von personal Branding?

Personal Branding hat eigentlich nur ein Ziel. Du willst, dass andere Personen dich möglichst so wahrnehmen, wie du dich selbst wahrnimmst.

Das heißt, du versuchst so viele Informationen wie möglich bereitzustellen, die anderen dabei helfen, dich möglichst gut kennenzulernen.

Branding bedeutet übrigens nicht, dass du etwas bestimmtes vorgibst zu sein. Wenn das, was du nach außen kommunizierst nicht dem entspricht, wie du dich selbst siehst, kann dein Branding nicht nachhaltig funktionieren. Du verlierst dadurch die Authentizität.

Die grundlegende Aufgabe besteht also darin, die authentischste Version deiner Persönlichkeit so nach außen zu zeigen, dass andere sie  klar und deutlich erkennen.

Zwei Dinge sind für dein personal Branding von entscheidender Bedeutung

Als erstes musst du dir im Klaren sein, wie du dich eigentlich selbst siehst.

Denn wenn du selbst nicht weißt, was dich besonders auszeichnet, wie willst du dann anderen deine Persönlichkeit auf ehrliche Art und Weise vermitteln?

Das ist oft leichter gesagt als getan.

Denn in der Regel machen wir uns eher selten Gedanken darüber, welche Persönlichkeit wir haben, nach welchen Werten wir leben und Entscheidungen treffen, oder welche Erfahrungen uns in der Vergangenheit besonders geprägt haben.

Da es sich bei dem Thema wie bereits erwähnt mehr um ein Gefühl handelt als um klare Fakten, fällt es auch entsprechend schwer, das zu artikulieren.

Der erste Schritt für das personal Branding besteht also darin, dass du dich erst einmal sehr intensiv mit deiner Persönlichkeit beschäftigst.

Welche Dinge sind dir besonders wichtig im Leben? Welche Personen haben dich geprägt? Was sind deine Ziele für die Zukunft? Warum willst du einen bestimmten Weg gehen? Worin liegen deine Stärken, Schwächen, Ängste und Sorgen? Woran glaubst du? Wofür kämpfst du?

Je besser du solche Fragen beantworten kannst, desto klarer werden das später auch andere wahrnehmen.

Wie wirst du von anderen wahrgenommen?

Wenn du dir nun sicher bist, was dich auszeichnet. Dann geht es im zweiten Schritt darum zu überprüfen, welches Bild denn andere von dir haben.

Entspricht das Bild, das du von dir selbst hast, dem, wie andere dich sehen?

Du hast sicher schon einmal erlebt, dass dich jemand völlig falsch einschätzt. Egal ob unterschätzt oder überschätzt. Es fühlt sich jedenfalls komisch an.

Manchmal kommt es sogar vor, dass selbst im Freundes- oder Familienkreis Situationen entstehen, wo du dir denkst: "Kennen die mich überhaupt?"

Das Problem ist nicht, dass sich die Leute nicht für dich interessieren würden. Sondern, dass sie ein anderes Bild von dir haben, als du selbst.

Wenn andere Menschen häufig nicht so reagieren, wie du das gerne hättest. Dann ist das ein Zeichen dafür, dass du entweder zu wenige, oder die falschen Informationen nach außen kommunizierst.

Durch gutes personal Branding stellst du sicher, dass die richtigen Informationen bei den Leuten ankommen und sie sich letztendlich so verhalten, wie du es dir erhoffst.

Warum es so wichtig ist, dass du dir über deine Brand bewusst bist

Wir Menschen handeln in den meisten Situationen eher unterbewusst. Wir tun das, was wir gewohnt sind oder was uns andere vormachen. Wir denken nicht wirklich darüber nach, warum wir das tun, was wir tun.

Dabei kann es schnell passieren, dass du dich entgegen deiner eigentlichen Persönlichkeit verhältst. Du kennst das sicher. In bestimmten Gruppen benimmst du dich anders als in anderen. Das liegt daran, weil du zu dieser Gruppe dazugehören willst. Oder einfach, weil du dich unsicher fühlst und nicht negativ auffallen möchtest.

Das Problem ist nur. Andere zeichnen ein Bild von dir anhand der Informationen, die ihnen zur Verfügung stehen.

Sie sehen, wie du dich in einer bestimmten Situation verhältst, was du sagst oder in welchem Umfeld du dich bewegst.

Wenn das aber eigentlich nicht dem entspricht, wie du wirklich wahrgenommen werden willst, dann entsteht bei den Leuten ein falsches Bild. Deine Wahrnehmung stimmt also nicht mehr mit der Wahrnehmung der Leute überein.

Irgendwann wird diese Diskrepanz zwischen den unterschiedlichen Wahrnehmungen zum Problem. Sei es, weil du dich selbst nicht mehr wohl in deiner Haut fühlst. Oder weil die Leute erkennen, dass du nicht authentisch bist und dir folglich nicht mehr vertrauen. Beides führ dazu, dass du nur wenig Chancen hast, nachhaltig erfolgreich zu sein.

Wenn du dir aber deiner Persönlichkeit bewusst bist und weißt, wie du dich in bestimmten Situationen verhalten musst. Dann handelst du auf lange Sicht konsistent. Und das wirkt auf andere selbstbewusst, authentisch und ehrlich.

Personal Branding ist also nicht nur ein reines Marketing Werkzeug, um sich möglichst gut nach außen zu präsentieren. Sondern es ist die Grundlage dafür, dass Leute dich wahrnehmen, wertschätzen und dir auf deinem Weg folgen.

Januar 2021
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